Das öffentliche Leben steht still. Die Wirtschaftsleistung sinkt rapide. Die Zukunft ist ungewiss, Menschen sind verunsichert.

Das alles kommt zumindest unseren Mitbürgern gesetzteren Alters bekannt vor. Der direkte Vergleich zur Nachkriegszeit hinkt, dennoch gibt es Parallelen. Die aktuelle Situation wird Auswirkungen auf „die Zeit danach“ haben. Für die einen positiv, für die anderen negativ.

In Ludwig Erhards Buch „Wohlstand für alle“ (Erhard, 1964, S. 352) steht geschrieben: „Wenn in der deutschen Wirtschaft und den wirtschaftenden Menschen noch genügend Kraft und Energie vorhanden waren, um das Experiment der Gesundung durch den Wettbewerb des Weltmarktes gelingen zu lassen, dann war der Weg für den deutschen Wiederaufbau frei.“ Seiner Meinung nach waren u.a. der Wettbewerb und der Leistungswille entscheidende Voraussetzungen für die beispiellose und im weltwirtschaftlichen Vergleich mit Abstand erfolgreichste Entwicklung der Wirtschaftsleistung Deutschlands in der Nachkriegszeit.

Shut down ist kein Krieg

Wir müssen nichts wiederaufbauen. Wir haben keinen kräftezehrenden und verheerenden Krieg hinter uns. Das Virus wird Arbeitsplätze, leider auch Menschenleben kosten. Es ist jedoch nicht mit einem verheerenden Krieg zu vergleichen. Wenn wir nach dem Virus auch die German Angst überwinden, dann gibt es die Chance auf ein erneutes Wirtschaftswunder. Dieses Land hat die Kraft dazu – wenn wir uns nicht von der Furcht lähmen lassen.

Wenn die treibenden Kräfte der Wirtschaft Optimismus versprühen, und Mut haben, Strategien aufgrund nachlassender Auslandsnachfrage zu überarbeiten, zu wirtschaften und zu investieren, dann wirkt diese Krise wie ein Gewitter: erst schüttelt es uns durch, danach ist die Luft klarer. Das gilt für das eigene Geschäftsmodell, die Strategie und die Notwendigkeit, durch schlanke Prozesse Effizienzen zu steigern.

Viele Geschäftsmodelle werden sich nun schneller verändern. Die Krise gibt vielen Branchen einen kräftigen Stubs in den Allerwertesten, diese Veränderungen nun anzugehen. Haben Sie Vertrauen in das, was Ihre Mitarbeiter, Ihr Unternehmen und Sie bisher stark gemacht hat. Dann überarbeiten Sie Ihren Plan. Und dann schreiten Sie mit Mut und voller Kraft voran – ich tue es auch.

Der Staat praktiziert derzeit „deficit spending“, wobei für den Mittelstand zusätzlicher Handlungsbedarf besteht. Wenn diejenigen, denen es möglich ist, weiter sinnvoll investieren anstatt sich einzuigeln: Wirtschaftswunder reloaded – warum nicht?

„If you’re going through hell – keep going“ (Winston Churchill)

Aktivierende Grüße

Ihr Stephan Kober

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Über mich

Als mehrfach ausgezeichneter Keynote Speaker, Autor und Vertriebstrainer trete ich für höhere Effizienz und mehr Freude im Vertrieb an. Meine Kunden sind Firmen, die damit Marktführerschaften sichern und durch verblüffte Kunden Erträge steigern.

Ich schreibe Bücher, halte Vorträge, trainiere Mitarbeiter sowie Führungskräfte im Vertrieb und bin Silber-Preisträger des Europäischen Preises für Training, Beratung und Coaching 2015/2016 (BDVT).

Als Wirtschaftsdiplom Betriebswirt (VWA) habe ich an der University of Surrey den Titel „Master of Business Administration“ erlangt.

In mehr als zwei Jahrzehnten habe ich alle Positionen vom Außendienst-Verkäufer bis zur Führungskraft mit Verantwortung für neunstellige Umsätze miterlebt. All dies mündet nun in wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig praxiserprobte Wege ein, um „Vertriebskraft“ zu aktivieren und Kunden ehrlich zu gewinnen.

In meiner Freizeit bin ich auf der Position des „Angriffstruppführers“ bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Das spüren meine Zuhörer und Leser: Was ich ehrenamtlich lösche, entzünde ich auf der Bühne und im Vertrieb: Feuer!